Haben Fake News heute mehr Macht als die Propaganda im kalten Krieg? Um das zu verstehen, muss man beide Zeiten vergleichen. Während des Kalten Krieges, also ungefähr zwischen 1947 bis 1991 war Propaganda ein wichtiges politisches Werkzeug. Vor allem die USA und die Sowjetunion nutzen Medien, um ihre eigene Ideologie positiv darzustellen und die gegnerische Seite negativ aussehen zu lassen. Die wichtigsten Informationsquellen waren damals Fernsehen, Radio und Zeitungen. Diese Medien wurden stark kontrolliert vor allem im Osten Europas. Viele Nachrichten wurden von Regierungen gelenkt und kritische Stimmen wurden oft unterdrückt. Die Verbreitung von Informationen war viel langsamer als heute, aber die Reichweite innerhalb eines Landes war groß und die Menschen hatten nur wenige Alternativen. Deshalb konnte Propaganda über viele Jahre hinweg das Denken ganzer Bevölkerungen prägen.
Heute funktionieren Informationen anders. Durch das Internet und Soziale Netzwerke kann jeder Mensch Inhalte veröffentlichen und Millionen von Menschen damit erreichen und das schon innerhalb weniger Sekunden. Fake News, also absichtlich gefakte Informationen, verbreiten sich besonders schnell, weil sie oft Angst oder Wut auslösen können. So etwas wird in den sozialen Netzwerken häufiger geteilt als normale Medien. Algorithmen verstärken auch meistens diese Effekte, weil Plattformen ihren Nutzern nur diese Videos bringen möchten, die sehr spannend sind. Dadurch entstehen Filterblasen in denen die Menschen nur noch Nachrichten sehen, die zu ihrer Meinung passen. Das macht es dann auch schwerer zusehen ob die Nahricht echt oder Fake ist. Außerdem weiß man bei vielen Fake News nicht, wer sie ursprünglich verbreitet hat.